Original: „Flying hope and healing: My first medevac experience“, geschrieben im Dezember 2024, nachzulesen hier: https://papuanewguinea.mafint.org/news/2024-flying-hope-and-healing-my-first-medevac-experience
Es war mein erster Arbeitstag als freiwilliger Kommunikationshelfer auf der MAF-Basis in Mount Hagen. Während der Morgenandacht bat jemand um Gebet für einen MAF-Medevac, der nach Yifki fliegen sollte, um einen von einem Schwein gebissenen Mann zu retten. Ich ahnte nicht, dass ich später in diesem Rettungsflugzeug mitfliegen würde.
Nervös und ein wenig verängstigt, aber auch seltsam aufgeregt, bestieg ich das Flugzeug. Und was als einfaches Gebet für jemanden in der Morgenandacht begann, wurde zu meinem eigenen unerwarteten Abenteuer.
Von dem Moment an, als wir abhoben, war ich von den atemberaubenden Landschaften Papua-Neuguineas fasziniert – hoch aufragende Berge, dichte Regenwälder und Flüsse, die sich wie Bänder durch die Landschaft schlängeln. Beim Überfliegen dieser zerklüfteten Landschaft konnte ich nicht umhin, mich zu fragen, wie viel davon noch unerforscht ist, verborgen vor der Welt, aber dem Schöpfer völlig bekannt.

Im Laufe des Tages wurde ich Zeuge der unglaublichen Arbeit von MAF und der Auswirkungen, die sie in den entlegensten und unzugänglichsten Teilen dieses wunderschönen Landes hat. Und dass ich von Bridget Ingham geflogen wurde, machte meine Erfahrung noch inspirierender. Es hätte wirklich nicht besser sein können!
Auf dem Weg nach Yifki sammelten wir Sundi ein, eine schwangere Frau, die in Hewa Komplikationen bei der Geburt hatte. Sie ging mit einem schwachen Lächeln auf dem Gesicht, als ob allein der Anblick eines MAF-Flugzeugs ihre Schmerzen lindern könnte. Sie erzählte meinem Kollegen Aquila, wie häufig es in ihrem Dorf zu Komplikationen bei der Geburt kommt. Nachdem sie ihr erstes Kind verloren hatte, fürchtete sie nun, ihr zweites zu verlieren.
In diesem Moment wurde mir klar, dass MAF mehr ist als nur ein Flugdienst. Es verbindet die sonst von der Außenwelt abgeschnittenen Gemeinden mit der notwendigen medizinischen Versorgung. Und für viele ist das MAF-Flugzeug tatsächlich mehr als nur ein Transportmittel – es ist eine Lebensader.
„How many others struggle to reach even the smallest glimpse of hope? The way to the airstrip alone can be a life-or-death journey.“ (Wie viele andere kämpfen darum, auch nur den kleinsten Hoffnungsschimmer zu erreichen? Allein der Weg zur Landebahn kann eine Reise auf Leben und Tod sein. )
Michelle Dauth, MAF Communications Support

Noch in Hewa wurde Bridget über den HF-Funk informiert, dass der Mann in Yifki die Landebahn immer noch nicht erreicht hatte und wir nach Mount Hagen zurückkehren sollten. Der Gedanke machte mir schwer zu schaffen. Wie viele andere kämpfen darum, auch nur den kleinsten Hoffnungsschimmer zu erreichen? Allein der Weg zur Landebahn kann eine Reise auf Leben und Tod sein.
Mehr als zwei Wochen später flog Bridget jedoch nach Yifki, wo sie Yinge, den von einem Schwein gebissenen Mann, traf. Seine Wunden, die von einem örtlichen Gesundheitshelfer behandelt wurden, waren größtenteils geheilt. Sundi brachte im Kudjip Nazarene Hospital ein Mädchen zur Welt und wurde nur eine Woche später wieder entlassen.
Die Arbeit der MAf ist in der Tat von entscheidender Bedeutung, und auch wenn wir nicht alle Bedürftigen erreichen oder nicht rechtzeitig erreichen können, sind wir doch in der Lage, vielen Menschen im ganzen Land Hoffnung und Heilung zu bringen.
Nachweis Fotos: Michelle & Bridet & Kai G.